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Jirana war in diesem Städtchen ihr ganzes Berufsleben lang Sekundarlehrerin in Englisch.

Es hat sich schnell herumgesprochen, dass sie wieder im Dorf wohnt, zusammen mit einem «Farang», das heisst einem Weissen.

Es kamen etliche Anfragen für Englisch-Privatunterricht. Die Erwachsenen - alles ehemalige Schüler - wollten von Jirana unterrichtet werden; die Kinder zogen mich vor.

Also bauten wir ein weiteres Gebäude. Neben dem geräumigen, mit Audio/Video ausgerüsteten Klassenzimmer, brachten wir im Gebäude auch den Auto-Einstellplatz und der Geräteraum unter, die mit dem Anbau verschwunden waren.

Bald fragte auch der Kindergarten wegen Frühenglisch an. Es folgte die Primarschule, die eine vorübergehende Vakanz in der ersten und dritten Klasse hatten. In den Ferien wollte die Sekundarschule ein Seminar für die Lehrer von nicht-englischen Fächern. Das Ziel war dort, einen allwöchtentlichen «Englisch-Tag» einzuführen, wo in der ganzen Schule nur englisch gesprochen werden soll.

Als wir gleichzeitig im Kindergarten und in der Primarschule unterrichteten, hatte ich ein Wochenpensum von 16 Stunden. Da nur ein Lehrbuch, aber keine Unterrichtsmittel zur Verfügung standen, kamen mindestens 40 Stunden für Vorbereitung und Korrekturen dazu. - Aber auch später, als die Primarschule wegfiel, brauchte ich für die 6 Wochenstunden im Kindergarten noch 20 Stunden für die Vorbereitung, absolvierte ich doch in diesen 6 Stunden 12 Lektionen zu 20 Minuten. Die Lektionen brauchten eine Unmenge von Bild- und Spielmaterial.

Inzwischen haben wir reduziert. Zur Zeit habe ich noch zwei Jugendliche, die über den Schulstoff hinaus englische Konversation treiben wollen. Ausserdem bereite ich zwei Frauen auf ihre Emigration nach Deutschland, bzw. die Schweiz vor. Jirana gibt einer Managerin über ihr iPad einen Fernkurs.

Unser Tag ist nun ausgefüllt durch die alltäglichen Arbeiten und Hobbies und dem Unterrichten.